Wende im Verkehr - Mobilität




Wirklich Impulse?

Die Stadt Marburg hatte groß eingeladen zu der Veranstaltung "Impulse für ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten". Sogar der HR-Moderator Thomas Ranft (alle Wetter) wurde dafür als Moderator bemüht. Aber wie ist nun die Veranstaltungsreihe Marburger Dialog zur Verkehrsentwicklung für die Umsetzung einer Verkehrswende zu bewerten?

Zunächst wird sie sich das ganze Jahr hinziehen und wird etliche Energie binden. Unweigerlich fühlt man sich daran erinnert, wie der Radverkehrsplan über viele, viele Jahre diskutiert, beraten und mit Beteiligung einer Firma erstellt wurde. Der Radverkehrsplan mit sehr konkreten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs existiert nun, aber es gibt keinen konkreten Plan, wann welche Maßnahme umgesetzt wird. So hat leider auch die Schaffung von Radwegen in der Elisabethstraße und in der


Bahnhofstraße Jahre gedauert. Warum setzt man nicht die Maßnahmen nach einem transparenten Zeitplan um? Und diesen Eindruck der Verschleppung über Jahre bzw. der Aussetzung gewinnt man nun auch bei dieser Veranstaltungsserie. Bei dem ersten Dialog zur Verkehrsentwicklung kamen jedenfalls nur wenige aus dem Publikum zu Wort. Man will erst mal die Stimmung erfassen. Sind denn die Marburger und die Menschen aus der Umgebung dafür, ihr Auto stehen zu lassen? Dazu stand der Vortrag des Psychologen Bamberg in einem gewissen Kontrast. Denn demnach wurde verdeutlicht, wie sehr sich das Verhalten beeinflussen lässt und somit auch das Mobilitätsverhalten. Auch wurde die Aussage getroffen, dass man sich schon für die Bevorzugung des Radverkehrs entscheiden muss, denn beides, der auto- und der fahrradgerechte Ausbau ist nicht zu haben. Das widerspricht sich nämlich. Warum wird dann nicht Schritt für Schritt der schon längst bestehende Radverkehrsplan umgesetzt und der öffentliche Verkehr weiter ausgebaut, bzw. auf innovative schnell umsetzbare Verkehrstechnik wie Seilbahn gesetzt? Es ist doch längst in der Verkehrsplanung bekannt, dass die Menschen zu einem anderen Verkehrsverhalten eingeladen werden müssen. Sonst wird man den Teufelskreis nicht unterbrechen, der da lautet: es ist zu gefährlich und angesichts des Lärms und der Abgase zu unangenehm zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein und zu umständlich und zeitraubend mit dem öffentlichen Verkehr zu fahren, dann fahre ich doch lieber Auto und wundere mich, dass ich im Stau stehe. Es scheint, dass die Stadt Marburg mit diesem Dialog zur Verkehrsentwicklung in Sachen Verkehrswende in erster Linie Zeit gewinnen will. Angesichts des Klimawandels und des von der Stadt beschlossenen Klimanotstandes mutet das sehr seltsam an. Hat der Oberbürgermeister und Arzt in einer Person vergessen, das Notstand auch zügiges Handeln erfordert?


Vor fast 50 Jahren

Tatsächlich ist es fast 50 Jahre her, dass die erste Fußgängerzone in Marburg in der Oberstadt gefeiert wurde. Seitdem ist nur das kleine Zwischenhausen dazu gekommen. Mehr als schwach...
Wenn die Stadt eine klimaschonende Politik betreiben will (Klimanotstand!) dann hätte man längst für mehr Fußgängerzonen sorgen müssen.

Verkehrswende in der Nachbarstadt Gießen

Autofreie Stadtviertel

Hier finden sich dazu Infos

Bericht aus dem Spiegel



Einstieg in den Umstieg

Blaupause für die Fahrradstadt

Zum Vergrößern anklicken...


Das geht mit Kreativität auch in Marburg


Verkehrswende In Marburg?

Marburger Express spricht zum Thema mit einem Experten

(Text wird durch Draufklicken vergrößert )



Der bekannte Verkehrsexperte Prof. Heiner Monheim hat einen Brief an OB Spies geschrieben

Von einer Antwort haben wir nie etwas gehört...

Download
Brief zur Mobilität in Marburg von Prof. Heiner Monheim an OB Spies
Brief-Monheim.docx
Microsoft Word Dokument 15.2 KB

Das Tempolimit auf Landstraßen muss deutlich sinken

Artikel zum Thema in der Süddeutschen Zeitung vom 14.01.2018


Bündnis Verkehrswende Wiesbaden

(interessante Homepage zur Verkehrswende in Wiesbaden)



Aus der OP vom 11.04.2017


Verkehrswende jetzt! (Bündnis 90 / die Grünen)